Erinnert Ihr Euch noch an Grand Theftendo, den GTA Klon für Nintendos 8bit NES? Stolze sechs Jahre nach der ersten Erwähnung hier auf futurenews.at ist das Ding nun zurück, und zwar als WiiWare Titel unter dem Namen Retro City Rampage. Das ist nicht ganz so gut wie ein “wirkliches” NES Game, die Aussicht auf das Erkunden großer, pixeliger Welten könnte aber zumindest ein Grund sein, meine Wii mal wieder auszupacken.
Ich bin mir mittlerweile nicht mehr sicher, ob die Produktion billiger NES-Kopien, die mit “xxx-Raubkopien-in-1″ Spielmodulen gebündelt an den Mann gebracht werden, je abreißen wird, die Versorgung zur WM 2010 scheint aber gesichert: das hier gezeigte 8 bit World Cup Game wird direkt an den Fernseher angeschlossen und bietet so stolze 110 Spiele, die sich mal mehr (z.B. Football, offenbar eine Kopie von Nintendos Soccer) und mal weniger (z.B. das als Blocks Array getarnte Arkanoid) ums runde Leder drehen. Gar kein schlechtes Mitbringsel für den wm-begeisterten Retrogamer, zumal die Dinger sicherlich zu einem Spottpreis feilgeboten werden.
Wer gerne gepflegt zu Chiptunes und dem Sound alter Konsolen abrockt, darf sich auf das vor Kurzem angekündigte D-Pad Hero 2 für Nintendos 8-bit Opa freuen. Wie schon der Vorgänger bietet das Game eine ganze Reihe von Rock- und Pop-Klassikern, zu denen mit dem NES-Controller gejammt werden kann. Im Blog der Entwickler ist das Game, das als kostenloser Download erhältlich sein wird, für den 16. Mai angekündigt. Um auf echter NES-Hardware zu spielen, können geneigte Rocker u.a. auf das NES Power Pack von RetroUSB zurückgreifen.
Als jemand, der nach wie vor gerne sein G7400 auspackt und auch mal die alte Vectrex aus dem Kasten holt, kann ich bestätigen, was Georgia Tech Professor Ian Bogost sagt: auf den zahlreichen, technisch sehr guten Emulatoren für alte Systeme sehen die Spiele einfach nicht mehr so aus, wie sie sollten. Zu scharf die gängigen LCD Monitore, zu farb- und kontrastreich die ausgegebenen Bilder. Bogost hat daher gemeinsam mit seinen Studenten ein Projekt gestartet, das sich mit dem Simulieren der “alten” TV Optik auf modernen Displays beschäftigt – etwas, dass auch MAME seit Jahren in Ansätzen versucht, z.b. durch das Anzeigen künstlicher Scanlines.
Dabei waren Bogosts Studenten offenbar durchaus erfolgreich, so dass die in Code gegossenen Ergebnisse der “CRT Emulation” in die kommenden Versionen des Atari 2600 Emulators Stella einfließen sollen. Das nenn ich mal einen sinnvollen Einsatz universitärer Ressourcen
Bäheres zum Projekt sowie zahlreiche Vergleichsbilder gibt es auf der Website des Projekts.