Na bitte, da haben wir ihn: einen als Fußball verkleideten, tödlichen Roboter, der beim letzten Freistoß der zweiten Halbzeit sein wahres Gesicht zeigt und den Tormann der gegnerischen Mannschaft mit seinen Laseraugen pulverisiert. Nicht schlecht für den läppischen Preis von ca. EUR 5.- (bei der Abnahme eines ganzen Containers, was leider die Mindestbestellmenge ist – verdammt).
Nein, die Oscars sind soweit vergeben, es geht auch um keinen anderen Filmpreis. Beinahe unbeachtet von den heimischen Medien fanden letztes Wochenende zum 7. Mal die “RoboGames” statt. Verschiedene Nationen schickten ihre Maschinchen ins Rennen um in über 50 Disziplinen um Medaillen zu erkämpfen.
Bewerbe waren etwa Gewichtheben, Sumoringen, Fußball, Hockey, Kung-Fu und diverse Lego-Disziplinen für die Juniorkategorie. Die 2008 mit dem dritten Gesamtrang und 4 Goldmedaillen noch sehr erfolgreichen Österreicher nahmen leider – wie auch im Vorjahr – nicht teil. Mit überragendem Erfolg ging die Bestwertung heuer an die USA. 31 güldene, 31 silberne und 26 bronzene Auszeichnungen sicherten sich die States, deutlich vor Mexiko und England auf Platz 2 & 3. Die komplette Rangliste inklusive Einzelwertungen gibts unter diesem Link.
Wer sich einen kleinen Eindruck von den RoboGames verschaffen will, möge sich diese Doku zu Gemüte führen.
Eine nette Idee steckt hinter den seit Kurzem bei ThinkGeek angebotenen Thingamagoop Robotern: die kleinen Kerle sind mit einer Art LED-Tentakel ausgestattet, das Licht auf eine darunterliegende Fotozelle wirft. Diese ist mit einem Oszillator verbunden, der – abhängig von Faktoren wie der Stärke und dem “Rythmus” des einfallenden Lichts – die Tonausgabe der Thingamagoops steuert. So kann die LED dazu benutzt werden, den Robotern allerlei Geräusche zu entlocken, oder aber sie im Kreis fahren und selbst musizieren zu lassen. Erhältlich als vorgefertigtes Modell oder als Bausatz.
Das ist Žicar, ein Roboter “für die materiell Armen und sozial Ausgeschlossenen”. Žicar vebringt den Tag damit, vollautomatisch um Geld zu betteln, und das durchaus mit Erfolg: rund sieben Dollar pro Stunde soll Žicar, der aus alten PC Teilen gebaut wurde und auf Open Source Software läuft, im Schnitt einnehmen. Weiterer Vorteil: während die Polizei an vielen Plätzen menschliche Bettler vertreibt, blieb Žicar bisher überall unbehelligt. Ob Žicar bald auch die Wiener U-Bahn-Stationen bevölkert?
Der etwas sperrig “Gakken Kagaku No Tamago UFO” genannte Roboter im untenstehenden Video tanzt nicht nur zu Geräuschen in seiner Umgebung, sondern ist auch käuflich: EUR 43.-, im Japan Trend Shop.