Na bitte, da haben wir ihn: einen als Fußball verkleideten, tödlichen Roboter, der beim letzten Freistoß der zweiten Halbzeit sein wahres Gesicht zeigt und den Tormann der gegnerischen Mannschaft mit seinen Laseraugen pulverisiert. Nicht schlecht für den läppischen Preis von ca. EUR 5.- (bei der Abnahme eines ganzen Containers, was leider die Mindestbestellmenge ist – verdammt).
Eine nette Idee steckt hinter den seit Kurzem bei ThinkGeek angebotenen Thingamagoop Robotern: die kleinen Kerle sind mit einer Art LED-Tentakel ausgestattet, das Licht auf eine darunterliegende Fotozelle wirft. Diese ist mit einem Oszillator verbunden, der – abhängig von Faktoren wie der Stärke und dem “Rythmus” des einfallenden Lichts – die Tonausgabe der Thingamagoops steuert. So kann die LED dazu benutzt werden, den Robotern allerlei Geräusche zu entlocken, oder aber sie im Kreis fahren und selbst musizieren zu lassen. Erhältlich als vorgefertigtes Modell oder als Bausatz.
Das ist Žicar, ein Roboter “für die materiell Armen und sozial Ausgeschlossenen”. Žicar vebringt den Tag damit, vollautomatisch um Geld zu betteln, und das durchaus mit Erfolg: rund sieben Dollar pro Stunde soll Žicar, der aus alten PC Teilen gebaut wurde und auf Open Source Software läuft, im Schnitt einnehmen. Weiterer Vorteil: während die Polizei an vielen Plätzen menschliche Bettler vertreibt, blieb Žicar bisher überall unbehelligt. Ob Žicar bald auch die Wiener U-Bahn-Stationen bevölkert?
Der etwas sperrig “Gakken Kagaku No Tamago UFO” genannte Roboter im untenstehenden Video tanzt nicht nur zu Geräuschen in seiner Umgebung, sondern ist auch käuflich: EUR 43.-, im Japan Trend Shop.
Sagt Hallo zu zwei neue Kontestanten an der Roboterfront, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Mit der Robo-Q Serie startet Takara Toys mit einer ganzen Reihe winziger, ferngesteuerter Roboter. Die für rund EUR 35.- angebotenen Bots können mittels einer mitgelieferten Fernbedienung gesteuert werden, verfügen über Speicher für vordefinierte Strecken und können softwaregesteuert Hindernisse erkennen, diesen ausweichen und so selbständig zu ihrer Ladestation zurückkehren. Die Stromversorgung erfolgt über einen integrierten Akku, der rund 30 Minuten für eine volle Ladung benötigt und Robo-Q anschließend 3 bis 5 Minuten antreibt. Da die Fernsteuerung vier Frequenzen zur Auswahl bietet, ist es weiters möglich, mehrere Robo-Qs gleichzeitig in Rennen oder andere Matches zu schicken.
Ganz anders gestaltet sich der Karakuri Tea Robot von Gakken (Video weiter unten!), der sich die berühmten mechanischen Puppen der Edo Zeit zum Vorbild genommen hat und gänzlich ohne Chips oder anderen elektronischen Schnickschnack auskommt. Der als Bausatz gelieferte, 0,75 kg schwere Blechgenosse kann zahnradgesteuert eine Tasse Tee servieren, auf deren Rückgabe warten und selbige anschließend wieder abservieren. Nicht schlecht, eigentlich. Wer sich an dem Bausatz versuchen möchte, kann Karakuri für US$ 106.- online erwerben.
Wer Gakkens Retro-Bausätze interessant findet, sollte übrigens auch einen Blick auf deren Eigenbau-Gramophon werfen.