Microsoft bringt die erste öffentliche Betaversion des erneuerten Webbrowsers Internet Explorer 9 im September heraus. Microsoft-COO Kevin Turner hat das bei dem jährlichen Treffen mit Finanzanalysten bestätigt. Das zarte Monat Verspätung der ersten öffentlichen Vorabversion – August war geplant – ist gemessen an anderen, gewohnten Delays leicht zu verschmerzen. Bisher gab es schon drei Platform Previews, die vor allem mit einer frischen JavaScript-Engine aufwarten. Der fertige Release soll Anfang 2011 erfolgen.
Mal so nebenbei geht Microsoft mit einer wohl bahnbrechenden News raus und erweist sich als alltagstauglicher Konzern. Die Causa: Batterien verlieren ihre zwingende Ausrichtung auf Plus und Minus. Microsoft hat das Patent auf die Lösung der oftmaligen Probleme und stellt der Welt eine rein mechanische Batterie-Aufnahme-Vorrichtung zur Verfügung. Bei dieser befindet sich Plus immer an Plus und Minus immer an Minus – egal in welcher Richtung den Energiespeicher eingelegt. Unter der Trade „InstaLoad“ für den polaritätsfreien Akku scheinen schon weitreichende Bündnisse für kommerzielle Produkte von verschiedensten Hersteller geschlossen, wie man der Pressemeldung entnehmen kann.
Apple hat wieder einmal eine der berüchtigt kurzfristigen Pressekonferenzen einberufen. Diesmal jedoch sind die Sterne vorab nicht ganz so hell leuchtend. Es dürfte sich nicht um „bahnbrechende“ Präsentationen wie etwa die Videotelefonie beim iPhone 4 handeln. Vielmehr stehen sie Zeichen auf ausgewachsenes Krisenmanagement.
Das mit viel Jubel eingeläutete Zeitalter des iPhone 4 holpert wie die nicht proper aufgezogene, dafür reich verzierte Pendeluhr im Wohnzimmer. Und die Predoille reitet den Aktienkurs des Konzerns unter die ungewohnte Marke von 250 Dollar. Cupertino hat die massiven Empfangschwierigkeiten beim neuen iPhone samt Negativpresse schon im frühen Entwicklungsstadium simpel unterschätzt, Forderungen nach kostenlosen Schutzhüllen brüsk abgewiesen und damit die Auswirkungen der Tatsachen per üblichem Hype überblenden wollen. Das iPhone OS 4.1-Betriebssystem Update gilt als getestet und löst das Problem ebenso nicht.
Ein Manager im oberen Rang – Chief Operating Officer Kevin Turner – frohlockte schon mit sarkastischer Selbstgeißelung: „Es schaut so aus, als ob das iPhone 4 ihr Vista ist, aber das ist okay für mich. Man kann mit einem Windows Phone 7, ohne sich darüber Sorgen zu machen, wie man es halten muss, telefonieren. Wir sind wieder im Spiel!” Apple hat bisher nur „Vermeiden Sie, das Gerät auf diese Weise zu halten” als Replik. Und wir sind gespannt like fuck, was nun die Verlautbarung sein wird.
Die Gerüchte der letzten Wochen haben sich erwarteterweise bewahrheitet. Mit dem “KIN” bringt der Softwareriese Microsoft Ende Mai sein erstes Smartphone in den USA an den Start. Im Herbst soll es dann auch in Europa offiziell erhältlich sein.
Das KIN kommt gleich in zwei Versionen. “ONE” ähnelt mit aufgeschobener Tastatur von der Aufmachung her einem Blackberry und kommt mit kleinerem Bildschirm, 4GB internem Speicher und einer 5 Megapixel Kamera nebst LumiLED Blitz. Das Modell “TWO” präsentiert sich im typischen, flachen Brick Design, hat den größeren Screen, den doppelten Speicher und kann zusätzlich auch noch Videos in HD aufnehmen und spielt Musik über Lautsprecher sogar in Stereo. Als Software fungiert für die Wiedergabe übrigens der Zune Player, der auch an den Zune Store mit ca. 8 Millionen Musiktiteln angebunden ist.
Das KIN legt klaren Fokus auf Social Networking und kommt mit umfangreicher Unterstützung von Facebook, Twitter und Co. Dementsprechend sind nicht nur Anwendungen dafür an Bord, sondern auch UMTS, WLAN und (für Freunde des Geotagging) GPS.
Die große Euphorie ist bei den jungen Webdiskussionen zum MS-Phone bisher ausgeblieben. Insbesondere am Design scheiden sich die Geister. Ob die angepeilte Zielgruppe der 15 bis 25jährigen davon angesprochen werden wird, steht in Zweifel.
Die für gewöhnlich gut informierten Kollegen von Endgagdet wollen zudem herausgefunden haben, dass am KIN ein abgespecktes Windows Phone 7 läuft – ohne Silverlight oder Flash im Browser und ohne App-Unterstützung, was etwaigen Erweiterungen eine große Hürde vorschiebt.
Bei Mashable hat man sich die Social Networking Fähigkeiten der KINS näher angesehen:
Wer Windows 7 ganz ohne Raubkopie testen möchte, kann aufatmen: bei der gestrigen CES Keynote hat Microsofts Steve Ballmer angekündigt, dass die Beta des kommenden Betriebssystems per 9.1. (also diesen Freitag) öffentlich zum Download bereitstehen wird, und zwar auf http://www.microsoft.com/windows7. Ein paar Tester mehr können wohl nicht schaden, wenn man sich Microsofts Zune-Debakel zum Jahreswechsel ansieht .