13. Dezember 2011
von shorty | 13. Dezember 2011 Android Apple Chrome Google Handy Hewlett-Packard HP iPad iphone Palm Samsung Smartphone webOS

Hoffnung als letzte Chance für das mobile Betriebssystem webOS. Nachdem Branchen-PC-Primus Hewlett-Packard kein Bein zufriedenstellend auf den Boden bekam, soll es nun die Community schaffen.
HP hat dafür die samt Quellcode als Open Source bereit gestellt und jeder kann sich an seinem Smartphone oder Tablet versuchen. Immerhin wollte man damals mit der Übernahme von Palm und seiner Software-Basis um schlappe 900 Mio € Apples iOS und Googles Android anzugreifen, später sogar PCs zu versorgen. File under: Chrome. Das Ergebnis blieb in der Verbreitung unter einem Opera-Schicksal. Das eigene TouchPad verkaufte sich miserabel, geplante Smartphones blieben gleich in der Schublade. Ein angestrebter Verkauf von webOS ein war ebenso wenig erfolgreich wie nachgefragt. Jetzt dreht sich die Sichtweise und die gut 600 Techniker sollen sich freundlichst und offen als Hilfe für die erhoffte Community in die Tasten werfen. Sollte diese wohl letzte Hoffnung von Erfolg gekrönt sein, könnte sich HP sogar wieder eigene Geräte mit webOS vorstellen.

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12. Dezember 2011
von shorty | 12. Dezember 2011 Android Apple Google Handy iPad iphone iPod motorola Samsung Smartphone

Dreht Deutschland nach dem vorläufigen Entscheid gegen Samsung zugunsten von Apple die Erfolgwelle? Das Landesgericht Mannheim hat Motorola in einer weitreichenden Entscheidung die Option gewährt, den Verkauf des iPhone und iPad zu blockieren. Dabei ging es um das Technik-Patent 1010336 B1, das simpel ein Teil des GPRS-Datenfunk-Standards ist. Eilig und für Apple ungewöhnlich folgte sofort eine Erklärung, dass man keine Engpässe für das Weihnachts-Geschäft erwarte und natürlich Einspruch gegen das Urteil einlegen wird. Aber das Zittern dürfte groß sein, denn im weltweiten Patent-Feldzug gegen Google, sein Android und dessen wichtigste Hardware-Hersteller steht Motorola auf der Seite des offenen Betriebssystems. Immerhin macht Google 12,5 Milliarden Dollar locker, um sich das Know How und vor allem die Patente des Urgesteins der Branche zu sichern.

Im dem vom deutschen Patent-Experten Florian Müller veröffentlichten Urteil wird Apple klar untersagt, mobile Geräte anzubieten, die ein bestimmtes „Verfahren zur Verwendung in einem drahtlosen Kommunikationssystem” nutzen. Für die kostengünstige Sicherheitsleistung von 100 Millionen Euro kann Motorola nun das Urteil vollstrecken lassen. Sehr spannend.

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9. Dezember 2011
von shorty | 9. Dezember 2011 Facebook Foursquare Gowalla

Aus einer wachsenden Partnerschaft wurde eine satte Übernahme. Facebook hat sich in seinem Kampf gegen Foursquare den social Geolokalisierungsdienst Gowalla einverleibt. Das meint, dass Gowalla einfach zusperrt und die Techniker nun direkt für den Social Riesen im kalifornischen Palo Alto arbeiten. Speziell das gerade forciert eingeführte Timeline-Feature soll dadurch gestärkt werden. Offiziell sehen sowohl Facebook als auch Gowalla das als „Gerüchte und Spekulationen“, lassen aber kein Dementi zur Übernahme hören.

Es wurde aber schon von einem internen Mail vom Gowalla Gründer und CEO Josh Williams berichtet, das die Mitarbeiter darüber informiert hat. Spannend dabei, dass bei der Gründung in Texas anno 2009 die identen Investoren 8,4 Millionen Dollar springen ließen, die auch Foursquare finanziert haben. Die Übernahme bringt Facebook auch den feature, auf den Gowalla in letzter Zweit verstärkt gesetzt hat. Nämlich das Tool als eine Art Reiseführer – file under Social Guides – auszubauen. Wir warten auf die implementierten Updates.

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8. Dezember 2011
von shorty | 8. Dezember 2011 Amazon Amazon Kindle Kindle Kindle Phone
Irgendwie logisch und doch überraschend. Es verdichten sich die Gerüchte, dass der Handelsriese Amazon im kommenden Jahr mit einem eigenen Handy starten könnte. Für 2012 – das Jahr des programmierten iPhoe 5-Hypes – natürlich mit Phone tituliert. Ermutigt durch den Erfolg mit dem eigenen Amazon-Tablet Kindle Fire geht es also in Richtung Smartphone auf Android. Als Assembler dürfte man auf Foxconn setzen. Mit dem Hersteller der iPalette soll man an einem Kindle Phone arbeiten, das mit Planziel Weihnachten 2012 samt Preisbrecher-Politik startbereit sein soll. Logisch wäre dabei der Einsatz OMAP-4-Prozessors von Texas Instruments. Denn dieser wird auch schon im Kindle Fire Tablet verbaut. Der Citigroup-Analyst Mark Mahaney führt dazu aus: “Basierend auf einer Prüfung der Zulieferkette in Asien durch Keving Chang, Citigroups Hardware Research Analyst in Taipeh, glauben wir, dass ein Amazon-Smartphone im vierten Quartal 2012 starten wird.” Dabei werden auch Lizenzzahlungen an Microsoft einberechnet, was wohl klar auf ein fesches Google Android OS hindeutet.
Wenn man von der bisherigen Preisbrecher-Strategie seitens Amazon ausgeht und die Fertigungskosten bei reellen 170 Dollar ansetzt, könnte man schon bei einem sehr freundlichen Verkaufspreis landen. Denn bisher verzichtet das Handelshaus auf die üblichen Margen von etwa 30 Prozent – beim Kindle Fire sollen es Kosten von 202 Dollar bei einem Verkaufspreis von 199 Dollar sein – und forciert dafür die Produkte des eigenen App-Stores als Umwegrentabilität. Was man ja bestens von der iPod-Strategie kennt. Nichts Neues im Westen also.

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7. Dezember 2011
von shorty | 7. Dezember 2011 Apple iPad iphone iPod Samsung

Das ist ja mal wieder ein Leckerli. Fast wirkt es schon, als wäre es der Plan zwischen Apple und Samsung, alle Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Nach dem Gewinner-Prinzip Beatles und Rolling Stones oder Blur gegen Oasis.
Nachdem Samsung schon in Australien einen Erfolg mit der Klage auf Verkauf seiner aus Cupertino angefeindeten Produkte wie Tablets und Smartphones hatte, hat sich auch ein kalifornisches Gericht gegen die Argumente von Apple ausgesprochen. Weitere Verhandlungen erfolgen erst ab Juni 2012. Besonders pikant, dass nun der Gerichtsakt ungenügend geschwärzt an die Öffentlichkeit gelangte. Dabei wird offen gelegt, wie der Markt für Smartphones beurteilt wird und Lizenzvereinbarungen zwischen Apple und anderen Herstellern wie Nokia und IBM genannt. Amüsant, dass Apple dabei ausführt, dass man sich Sorgen um die Konkurrenz macht. Denn offiziell wird Samsung bei den Smartphones nicht als eigene Bedrohung gesehen, sondern könnte anderen Herstellern Marktanteile entwenden. Ende 2010 wollte man auch von den Koreanern eine Lizenzvereinbarung bezahlt bekommen, welche scheiterte. Seit damals herrscht zufällig der muntere Klage-Reigen rund um den Globus. Dabei wirft man primär die Geschmacks-Patente in die Waagschale und beschuldigt Samsung der Kopie. Weiters würde man zum Beispiel verlangen, dass der Gegner nun auf rechteckige Geräte mit abgerundeten Ecken, schwarzer Front und smartem Touchscreen verzichtet sowie generell dickere Produkte mit reicher Verzierung fertigt.

Die zuständige Richterin konnte dabei nicht den „großen Schaden“ für Apple nachvollziehen, nur weil Samsung ebenso Produkte am Markt hat. Zudem gab als Beweis eingereichten Videos seitens Samsung statt, welche schon 1994 Tablet-ähnliche Geräte zeigen. Das war bei der Verhandlung vor dem Landgericht Düsseldorf noch abgewiesen worden. Dort will man nun auch ein Tablet Galaxy Tab 10.1N in den Verkauf schicken, das leichte Abänderungen aufweist. Im immer wieder für Amusement sorgenden Patentkrieg hat sich der südkoreanische Konzern für das kommende Jahr mal lockere 200 Millionen Dollar für Gerichtskosten auf die Seite gelegt. Und dann hat Partner Google auch seine 12,5 Milliarden Dollar-Übernahme von Motorola im Sack. Was etliche Patente als wertvolle Asse in die Ärmel zum großen Pokerturnier der Mobilität einbringt.


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